Anonyme Spurensicherung (ASS) in NRW

12. Aug 2019

Der Landesverband autonomer Frauen-Notrufe NRW fordert ein flächendeckendes Angebot zur Anonymen Spurensicherung (ASS) in NRW. Zur Umsetzung des Angebotes für Opfer von Sexualstraftaten fehlen nach wie vor wesentliche Entscheidungen der Landesregierung.

Der Landesverband autonomer Frauen-Notrufe NRW e.V. setzt sich seit 2012 verstärkt die Möglichkeit der anonymen Spurensicherung (ASS) in NRW ein.

Die Landesregierung hat in ihrer Koalitionsvereinbarung von 2017 den Ausbau von ASS in NRW angekündigt.  Für die Praxis liegen bereits vor die "Empfehlungen für Standards zur Gewaltopferuntersuchung, Verletzungsdokumentation und Spurensicherung in Fällen sexualisierter Gewalt bei Frauen und jugendlichen Mädchen" des Instituts für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Düsseldorf (04.02.2017) sowie die "Empfehlungen für Standards zur Umsetzung der Anonymen Spurensicherung nach sexualisierter Gewalt an Frauen und Mädchen (ASS) in Nordrhein-Westfalen - für Kliniken und Arztpraxen (Landeskoordinierungsstelle ASS NRW, 05.03.2018).

Es mangelt vor allem an einem finanziell abgesicherten standardisierten Angebot sowie der Flächendeckung in NRW. Engagierte Netzwerke aus Beratungsstellen, Kliniken u.a. können auf Dauer nicht die immer noch vorhandenen Lücken hin zu einem verlässlichen Hilfeangebot für Betroffene von Sexualstraftaten in NRW schließen.